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Die Ghats begrenzen einen Großteil der indischen Küstengebiete, was jedoch nicht für die Halbinseln am nordwestlichen Küstenabschnitt gilt. An der Grenze von Pakistan sind die Sümpfe des Großen und Kleinen Rann of Kachchh sehr von den Gezeiten geprägt und verwandeln während der Regenzeit die Halbinsel Kachchh für einige Monate in eine Insel. Der Küstenstreifen von Gujarat über Maharashtra nach Goa ist bekannt als Konkan-Küste. Geprägt ist sie von vielen Flusstälern und Ebenen, die weit ins Landesinnere reichen. Als Malabar-Küste ist die Küste von Goa über die Unionsstaaten Karnataka und Kerala bis zur Südspitze des Subkontinentes in Tamil Nadu bekannt. Diese Küstenebene entstand durch angespülte Sedimente und erreicht eine Breite von 20 bis 100 km. Dieses Gebiet ist gekennzeichnet von zahlreichen Lagunen, Brackwassern und besonders in Kerala von dem schiffbaren Kanalsystem. Die Ostküste ist wesentlich breiter als die Westküste und besteht überwiegend aus Sedimenten. Maßgeblich wird die Ostküste von den Mündungen des Kaveri, Krishna-Godavari, Mahanadi und vor allem das über 350 Kilometer breiten Delta vom Ganges und Brahmaputra geprägt. Auch hier gibt es einige Lagunen, wie der Chilika See in Orissa, der die größte Lagune Asiens ist. Politisch gesehen gehören zudem verschiedene Archipele im Indischen Ozean zu Indien, so beispielsweise das Unionsgebiet Lakkadiven-Inseln, einer Gruppe kleinerer Korallen-Atolle im Arabischen Meer westlich der Malabar-Küste. Zwischen dem Golf von Bengalen und dem Andamanischen See, viele tausend Kilometer von der Ostküste Indiens entfernt, liegt das Unionsgebiet der Andamanen und Nikobaren. Die Andamanen sind etwas größer und befinden sich an der Küste zu Myanmar. Die Nikobaren sind kleiner und liegen näher bei Indonesien als zum indischen Festland.
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